Im Terminal 2, direkt am Salzburger Flughafen, fand es Freitagabend statt – das VIP Opening der ersten „Salzburg International ArtFair“, kurz SIAF.

Eine Kunstmesse, die sich mit mehr als 25 internationalen Ausstellern aus Österreich, Italien, Deutschland, Schweiz und Spanien absolut sehen lassen kann.

Das Hauptaugenmerk liegt in der modernen Kunst, umfasst jedoch ein breites Spektrum wie Kokoschka, Schiele, Klimt und Weiler. Für mich persönlich beeindruckend in der Farb- und Materialkonzeption, der Künstler Reinhold Ponesch.

Der künstlerische und qualitative Anspruch dieser Messe ist sehr hoch. Dies verwundert auch nicht, so hat Organisator Wolfgang Pelz bereits einiges an Erfahrung im Hinblick auf die Organisation großer Kunstmessen. 2009 – 2014 zeigte er sich verantwortlich für die „Art Salzburg“.

Die Location ist absolut richtig gewählt. Eine Anreise ist sowohl mit dem Pkw – hier stehen zahlreiche Parkplätze zur Verfügung – als auch mit dem Flugzeug möglich. Eine perfekte Infrastruktur für ein exklusives Klientel.

Weniger gelungen ist dann doch die Organisation des VIP Openings an sich.

Bereits beim Eintreffen wurden die Gäste von augenscheinlich wenig interessierten Empfangshostessen „begrüßt“. Ob man nun eine Einladung mit hatte oder nicht, schien nicht ganz so wichtig.

Das Programm – ab 16:00 Uhr die Preview, von 18:00 bis 22:00 Uhr die Vernissage.

Informationen zu einem eventuell, von vielen erwarteten, Programm gab es nicht. Ratlosigkeit nicht nur bei zahlreichen Gästen, sondern auch beim Personal selbst, wo man nur zwei Antworten bekam – entweder „Ich weiß nichts zum Programm, da wir nur für den VIP Shuttle hier sind“ oder „Genaue Informationen zum Programm weiß ich leider auch nicht.“.

Wie wir später erfahren haben, gab es ja auch kein Programm. Eine musikalische Untermalung? Eine Live Performance? Leider Fehlanzeige.

In diesem Sinne gingen wir einmal eine erste Runde durch die Messe, um uns einen Überblick zu verschaffen, hier bereits ein erster sehr positiver Eindruck.

Wie bereits erwähnt sind wir dann bei Reinhold Ponesch hängen geblieben, der mich mit einem großartigen Mix an Farben und Materialien überzeugte.

Bevor es um 18:00 Uhr mit der Vernissage losging, war noch ausreichend Zeit für einen Drink. Sicherlich gibt es bei einem VIP Opening auch irgendwo eine VIP Bar mit Getränken – oder zumindest einem Welcome Drink, dachten wir. Nun gut, eigentlich dachten das nicht nur wir sondern eine Vielzahl der anwesenden Gäste und Medienvertreter ebenso. An der Bar dann schnell die Ernüchterung – Essen und Getränke sind alle zu bezahlen. Nun gut – ungewöhnlich für ein VIP Opening, aber auch kein Problem.

Es war nun bereits 18:00 Uhr vorbei – kein Übergang von der Preview zur Vernissage, keine musikalische Untermalung, keine begrüßenden Worte – kurz gesagt – kein Programm. Angeblich hätte es bereits um 16:00 Uhr begrüßende Worte gegeben, haben wir dann von anderen Gästen erfahren, jedoch wohl auch ohne jegliche Information zu diesem Abend.

Auch die Anwesenheit politischer Vertreter hätte sich so manch einer erwartet, so ist diese Messe durch ihren internationalen Charakter eine wichtige und positive Sache für Salzburg.

Von zahlreichen VIP Gästen war dann eigentlich auch keine Spur. Es gab an diesem Abend wohl mehr VIP Shuttles als VIP’s selbst. Dann hoffen wir einmal, dass es nicht daran lag, dass Essen und Getränke selbst zu bezahlen waren.

Das beste kommt ja bekanntlich immer zum Schluss. Ja, so war es dann auch für uns, als wir von anderen Gästen erfuhren – die das auch wieder nur zufällig von anderen Gästen erfuhren – dass es an der Red Bull Bar daneben, alle Getränke, die ein Produkt von Red Bull enthielten kostenlos gab. Die selben Getränke, die wir an der Bar, etwa drei Meter daneben, allesamt bezahlt haben.

Eine Information an den Bars, auf der Einladungskarte oder auf Karten an der Bar gab es natürlich nicht – im Gegenteil, hier waren überall die Preise der Getränke ausgeschrieben.

Ja, so kann man seine Gäste auch zum Narren halten. Liebes Organisationsteam – das ist ärgerlich und unprofesionell und eines VIP Openings nicht würdig.

Für Freunde der Kunst ist diese Messe auf jeden Fall empfehlens- und sehenswert, am VIP Opening sollte man das nächste Mal doch dann vielleicht noch etwas arbeiten.

Thomas Pail