Salzburg erwacht wieder zum Leben – es ist wieder Festspielzeit. Zahlreiche Besucher bevölkern die Stadt, Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten. So  vermengt sich die elegante Festspielgesellschaft in Smoking und Ballkleidern mit klassischen Touristen in kurzen Hosen, Socken und Sandalen.

Für mich ging es Samstag Vormittag auch gleich in die Galerie Walentowski, wo Schauspieler und Künstler Sascha Wussow unter dem Titel „Meine guten Werke“, eben seine guten Werke präsentierte.

Zur Malerei ist er durch Zufall gekommen, der Gegenpart zur Schauspielerei – keine Vorgaben, keine festen Regeln, ein Ausdruck seiner Individualität. „Meine Kunst ist Rock’n’Roll – die Farbe und die Sujets sind Rock’n’Roll. Ich habe das Malen nie gelernt, aber ich weiß, wenn etwas gut aussieht!“, wie er selbst sagt. Jedes Bild erzählt seine ganz eigene Geschichte und so vielfältig wie seine Werke, sind auch die Geschichten.

Eine Mischung aus Pop Art und Urban Art umschreibt seinen Stil wohl am Besten.

„Es ist nicht schlimm eine gute Idee zu klauen, man darf sie nur nicht kopieren.“ So greift er verschiedenste Techniken auf und kreiert so seine ganz eigenen Werke, seine eigenen Geschichten.

Mich persönlich haben diese Geschichten gefesselt, als ich so durch die Ausstellung ging. Farbenfroh, ausdrucksstark, auf den Punkt. Für mich ist Sascha Wussow ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht unbedingt nötig ist Kunst zu studieren um ein guter Künstler zu sein. Das Wichtigste dabei ist und bleibt – Talent.

Ein ganz besonderes Highlight dieser Vernissage war eine ganz besondere Uhr – die „Jedermann Uhr des Lebens“.
„Es sollte ein Kontrast zum Standardmodell von AEON werden, etwas, das nicht nur durch Technik, sondern im Erscheinungsbild rebelliert, etwas, das polarisiert.
Nachdem wir Sascha Wussow und seinem „Billy the Kid“ Team das Projekt zu Beginn des Jahres vorgestellt hatten, war die Begeisterung bei allen Beteiligten groß. Wir hatten nun jemanden gefunden, der sich mit uns gegen das System stellt, das Runde ins Eckige bringt, und mit Formen, Materialien und Farben die Zeit polarisiert.“ erklärte mir Christoph Peinthor, Founder & CEO von RE’ MMAH, die dieses ganz besondere Werk konstruierten.

So Bund und vielfältig wie die Werke, waren auch die Gäste. Künstler, Unternehmer, Gastronomen und zahlreich erschiene Medienvertreter. Dies ließen sich auch Gäste wie Hollywood-Komponist Harold Faltermeyer, Schauspielerin Anja Kruse und Künstlerkollege Jürgen Fux nicht entgehen.

Immer mit dabei – Christoph Walentowski mit Ehefrau Angela als zufriedene Gastgeber. Wer diese beiden kennt, weiß, dass sie in ihren mittlerweile 15 Galerien auch immer wieder diverse Schauspieler fördern, die hier ihre Kunst ausstellen. Dieses Konzept geht auf.

Bei Tramezzini, süßen Backwaren und erfrischenden Getränken wurde noch lange gefachsimpelt und der ein oder andere neue Kontakt geknüpft.

Für mich war diese Ausstellung ein Highlight. Ich durfte spannende Werke betrachten, die wohl außergewöhnlichste Uhr bestaunen und großartige Menschen kennenlernen.

Sascha Wussow begeisterte mit seiner offenen, sympathischen Art, nahm sich für jeden seiner Gäste Zeit, war immer präsent – trotz anfänglicher Nervosität und Schlafmangel.

Mich haben diese Bilder überzeugt und wer sich noch selbst ein Bild davon machen möchte, sollte schnell in die Walentowski Galerie nach Salzburg kommen.

Ich würde mich auf eine Fortsetzung freuen lieber Sascha und freue mich auf unser nächstes Zusammentreffen.

Thomas Pail