Drogen, freie Liebe und Esotherik, mitten in den 68er, jenseits von Autorität, Krieg und Rassentrennung – das war sie – die Ära der Hippiebewegung im Zeichen von „Aquarius“.

Donnerstagabend präsentierte Frank Serr Showservice International dem zahlreich erschienenen Salzburger Publikum das Musical Hair in der Salzburgarena im Messezentrum Salzburg.

Buch und Texte dieser Inszenierung stammen von Gerome Ragni und James Rado, die Musik von Galt MacDermot.

Wer hier eine klassische Bühnenaufführung erwartete, wo man als Zuschauer einfach im Stuhl versinkt und sich berieseln lässt, der wurde hier schnell eines besseren belehrt. Hier wurde das Publikum vielmehr Teil dieser Hippie-Truppe um George Berger, Teil dieser ganzen Geschichte.

Bereits vor Beginn der Show mischten sich die Darsteller bereits mitten unter das in die Arena strömende Publikum, alberten rum, holten Bier von der Bar und waren für jeden Spaß zu haben.

Die erste Frage, die so einigen Besuchern durch den Kopf ging war, ob sie das mit den Drogen wohl doch ernst genommen hatten – schon fast überdreht schien deren Stimmung. Diese gute Laune war es jedoch, die schnell auf das Publikum überschwappte und ehe man sich versah, war man mitgefangen in diesem Rausch, zurückversetzt in diese Zeit. Make love not war!

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Im Mittelpunkt der Geschichte stehen der aus patriotisch-bürgerlichen Verhältnissen kommende Claude H. Bukowski und die Hippie-Truppe von George Berger und seinen Freunden. Der zu seiner Einberufung nach New York gereiste Claude wird durch seine Erfahrungen mit Berger, dessen Freundin Sheila und seiner konservativen Herkunft immer mehr in einen inneren Konflikt getrieben. Wird er seine neu erworbenen, pazifistischen Ideale ignorieren und als Soldat in Vietnam seinem Land dienen, Menschen töten und sein eigenes Leben riskieren? Oder wird er seinen Dienst verweigern, und somit eine Gefängnisstrafe und gesellschaftliche Ächtung in Kauf nehmen?

Wer die Antwort auf diese Frage wissen möchte, sollte sich unbedingt eine der zahlreichen Aufführungen in ganz Europa anschauen.

Eine großartige Show aus Tanz, Musik und dramatischem Tiefgang, das ist es, was die Zuseher hier erwartet. Ein bunter Abend mit weltberühmten Hits wie „Aquarius“, „Hair“, „Hare Krishna“ und „Let the sunshine in“.

Hier ein kleiner Vorgeschmack darauf, was ihr hier zu sehen bekommt:

Mein Fazit:

Flower Power, Love und nackte Tatsachen – ein absolut kurzweiliger, unterhaltsamer Abend. Ein Abend, an dem sogar das schwierige Salzburger Publikum so richtig mitging, mitsang und mittanzte. Ein Abend, an dem wir alle irgendwie etwas berauscht waren von dieser Atmosphäre. Ein Abend, an dem wir alle Hippies waren – auch diejenigen von uns, die diese Zeit noch nicht miterleben konnten.
Authentischer könnte man eine Show nicht machen, besser kann man nicht unterhalten.
Zum Ende gab es tosenden Applaus, Standing Ovation und es wurde mitgetanzt bis der Vorhang fiel.
Prädikat – absolut sehenswert!

Vielen Dank an Showfactory, die es immer wieder möglich machen, dass ich über diese Shows schreiben darf.

Wenn ihr wissen wollt, welche Shows und Konzerte gerade in eurer Nähe gastieren – reinklicken lohnt sich:
https://www.showfactory.at/

Die Gesamte Europa-Tournee findet ihr unter
http://www.showservice-international.de/de/produktionen/musicalhair/

In diesem Sinne LovePeace & Happiness,

Thomas Pail