Knauf Jeweils Cocktail 2018 – exklusiver Schmuck bringt Farbe in den Festspielsommer

Knauf Jeweils Cocktail 2018 – exklusiver Schmuck bringt Farbe in den Festspielsommer

„Das Naturell der Frauen ist so nah mit Kunst verwandt.“, hat Wolfgang von Goethe so treffend formuliert.
„Unsere Kunst unterstreicht das Naturell der Frau.“, ergänzt dies Unternehmerin und Schmuckdesignerin Nathalie Knauf.
Diese beiden Zitate fassen sehr schön zusammen, worum es in meinem heutigen Blog-Beitrag geht.

Zum 11. Mal bereits lud Knauf Jewels, anlässlich der Salzburger Festspiele, zum legendären, bunten Cocktailempfang in das berühmte Salzburger Hotel Goldener Hirsch.
Ausgefallen, bunt und innovativ, jedes Stück ein Unikat, das seine ganz eigene Geschichte erzählt.
Ein Käfer als Broche, ein bunter Panzer an der Kette, Schlangen um Hals und Ohren oder doch lieber klassische Formen? Bei dieser Vielfalt findet sicherlich jeder das passende Stück.

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Nathalie Knauf ist mit Ihrem Schmuck gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wo verbinden sich Kunst, Kultur, Design mit den unterschiedlichsten Charakteren und Persönlichkeiten aus aller Welt besser, als zu den Salzburger Festspielen?

So hochkarätig wie die Salzburger Festspiele ist auch dieser Schmuck, so legt man bei Knauf Juwels besonders großen Wert auf die Qualität der Materialien sowie der Verarbeitung.
Neben klassischen Edelsteinen kommen auch teils uns unbekannte Steine wie Mandaringranat oder Rubellit. Diese sorgen für einen ganz besonderen – einen neuen, modernen Look.
Auch der soziale Aspekt ist nicht zu vernachlässigen, so wird genauestens darauf geachtet, dass die Steine aus konfliktfreien Regionen stammen.

Rund 80 Gäste fanden sich auch heuer wieder ein, um diese prachtvollen Stücke zu bestaunen, neue Kontakte zu knüpfen und alte zu pflegen und über Kunst und Kultur zu diskutieren.
„L’Italiana in Algeri“ von Rossini waren: „Abendland und Morgenland treffen sich in beschwingter Heiterkeit und Leichtigkeit bei dieser Oper von Rossini, so mögen wir es. Besonders begeisterte mich Starsopranistin Cecilia Bartoli in der Rolle der temperamentvollen Isabella. Das ist wirklich Operngenuss auf höchstem Niveau und dieser Tag in der Zauberstadt Salzburg ein Hochgenuss.“, schwärmten Moderatorin Uschi Dämmrich von Luttitz mit Tochter Stefanie, die restlos begeistert von der brillanten Premiere.
Schauspielerin und Filmproduzentin Ankie Lau verriet, dass sie eigentlich mal Opernsängerin werden wollte und dass Edelsteine für sie eine besondere Magie haben.
„Die Festspiele stehen für Glamour, und da gehört schöner Schmuck natürlich dazu. Und hier darf man ihn auch tragen und zeigen. Ich freue mich, dass ich es heute endlich nach Salzburg zu den Festspielen geschafft habe. Die „Zauberflöte“ habe ich mir schon im Fernsehen angeschaut, eine sehr interessante und moderne Interpretation. Die Salzburger Festspiele sind ein Gesamtkunstwerk. Die Musik ist natürlich die Nummer 1, aber es geht auch um die Regie und um Schauspiel. Es ist einfach ein großes Ereignis hier zu sein.“, schwärmte Anna Maria Kaufmann, die im Herbst mit neuem Programm und Tournee startet.
Ebenso mit dabei Mode-Designerin Christina Duxa-Belte, Stefan Kirsch, Geschäftsführer der Berenbergbank, Designerin Susanne Wiebe und natürlich Goldener Hirsch Direktor Wolfang Putz.

Ich hatte auch dieses Mal wieder einen wunderbaren Abend. So bunt wie der Schmuck, waren auch die Gäste und genau das ist es, was ich in der Festspielzeit hier in Salzburg besonders schätze. Die Vielfalt, den Glanz, die Kultur und das Schöne, das all unsere Alltagssorgen ein wenig in den Hintergrund rücken lässt.

Wer nun neugierig geworden, oder selbst auf der Suche nach dem passenden Schmuck ist, kann noch bis 14. August den Pop-up Store im Hotel Goldener Hirsch besuchen und das ein oder andere ganz besondere Unikat erwerben.

Thomas Pail

Gössl Dirndlflugtag 2018 – Sonntag wurde Salzburg wieder zur Dirndlflugzone

Gössl Dirndlflugtag 2018 – Sonntag wurde Salzburg wieder zur Dirndlflugzone

Wenn fesche Dirndln in trendigen Dirndln aus drei Metern Höhe ins kühle Nass springen, kann das wohl nur eines bedeuten.

Es ist wieder Zeit für den legendären Gössl Dirndlflugtag – und genau dieser fand vergangenen Sonntag auf der schönen Gwandhauswiese in Salzburg statt.

21 mutige Springerinnen und 11 Teams wagten den Sprung vom 3 Meter Turm ins kühle Nass und genau diese Abkühlung konnte man an dem Tag gut gebrauchen, so lagen die Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke.
Auch heuer wurde den, trotz heißen Wetters, zahlreich erschienenen Gästen ein unterhaltsames, kurzweiliges Programm geboten.
Von akrobatischen Einlagen über coole Stories bis hin zu etwas verrückten Ideen, gab es bei den Sprüngen alles zu sehen.
Mit jedem Jahr wird diese Veranstaltung immer noch internationaler, so fanden sich Teilnehmerinnen aus Singapur, Vietnam, England, bis hin zu Tasmanien.

Durch das Programm führte ein alt bekannter – der Künstler B.S. Stucka. Immer einen blöden Spruch auf den Lippen – das ist zusammengefasst, die Art der Moderation. Er ist ein Unikat und man sollte ihn nicht ganz so ernst nehmen. Eines hat er auch dieses Mal wieder geschafft – er hat mich – und dem Lachen zu Folge – auch die anderen Gäste, köstlich unterhalten. Hin und wieder schießt er jedoch doch etwas über das Ziel hinaus, was den ein oder anderen anwesenden etwas verärgert hat.

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Bewertet wurden die Springerinnen natürlich auch heuer wieder von einer Promi-Jury. Dieses Jahr mit dabei – Gastgeber und Gössl Gwand Geschäftsführer Maximilian Gössl, der das Gwand beurteilte, Freestyle Skierin Melanie Meilinger, die auf die Sportlichkeit achtete, Schauspielerin und Moderatorin Sabine Petzl, die Ihre Noten für die Gesamtperformance gab und der Salzburger Künstler Günter Edlinger, der – wie sollte es anders sein –  auf die Kreativität schaute.

„Ich bin beeindruckt vom sportlichen Niveau, das manche Springerinnen unter Beweis stellen.“ zeigt sich Melanie Meilinger begeistert. „Tolle Stimmung, super Location und eine wahre Farbenpracht“, ergänzt Sabine Petzl. Und Gastgeber Max Gössl: „Heuer sind sehr viele fesche und talentierte Dirndl-Springerinnen am Start – sehr zur Freude des Publikums.“

 

Die meisten der Teilnehmer machten hier wohl aus Spaß mit, so manche wegen der kühlen Erfrischung und – natürlich gab es auch dieses Jahr großartige Preise zu gewinnen.

Doch dazu mehr nach den Best-Of-Fotos der Sprünge …

Wie ihr seht, wurde bei den Sprüngen so einiges geboten und es gab für die Teilnehmer die Chance auf tolle Preise.

Den ersten Platz und damit einen Gössl Gutschein im Wert von € 650 holte sich als „Königin des Dirndlflugs“ die 25-jährige Stefanie Noppinger aus Hallein mit einem spektakulären und akrobatischen Sprung.
Der 2. Preis – ein Rundflug mit der DC-6 von Red Bull für 2 Personen – errang Alexandra Weber.
Der 3. Preis, eine Oldtimerausfahrt für 4 Personen von fahr(T)raum, ging an Lisa Kazianka aus Augsburg.

In der Gruppenwertung ging der 1. Preis mit einer Stiegl-Bierparty ebenfalls an das Team von Stefanie Noppinger aus Hallein, das durch Anmut und Sportlichkeit eindeutig überzeugte. 
Der Sonderpreis für die kreativste Dirndl-Erscheinung unter den Teilnehmerinnen ging an die Gruppe „Verrückten Hühner“, die einen Gössl Gutschein im Wert von € 400 als Anerkennung erhielt.

Für die modebewussten Dirndl-Liebhaberinnen gab es auch heuer beim sommerlichen Dirndl-Defilee wieder einiges zu sehen, wo die aktuellen Dirndl Trends präsentiert wurden.

So viel sei verraten – die Farben werden dunkler. Es dominieren Grün-, Blau- und Grautöne. Aufgelockert wird dieses Design durch Punkte, Prints und Muster. Auch die Zeiten des tiefen Ausschnitts scheinen vorbei zu sein, so dominieren nun elegante, hoch geschlossene Dirndlblusen.

Spannendes Thema – es gibt eine Alternative zur klassischen Dirndlschürze – doch überzeugt euch selbst …

Trotz sommerlich heißen Temperaturen, war dieses Event auch heuer wieder ein sehr unterhaltsames Highlight.

Ein Event, dessen Idee so simple, wie auch erfolgreich ist. Ich kenne kein ein zweites Land, wo sich die feschen Dirndl im Dirndlgwand von einem Sprungturm in einen künstlich angelegten Teich stürzen. Hier trifft Tradition auf Innovation, Mut auf Angst, Mode auf Sport, Gemütlichkeit auf Kabarett und Genialität auf Wahnsinn.

Auch für das kulinarische Wohl wurde wieder rundum gesorgt und gegen die Mittagshitze half ein kühles Bier oder ein köstliches Icezeit Eis.

Wir haben uns auch heuer wieder köstlich unterhalten und freuen uns schon wieder auf den Gössl Dirndlflugtag 2019.

All denjenigen von euch, die vielleicht dem See den Vorzug gegeben haben bei diesem Wetter, möchte ich einen Tipp geben – kommt das nächste Mal vorbei, besucht dieses Event und  – eine Abkühlung könnt ihr auch hier haben – ab ins Dirndl und rein in den Teich!

Dieses Event ist auf alle Fälle einen Besuch wert!

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich dennoch noch bedanken, beim Gastgeber Maximilian Gössl und seinem gesamten Team und ganz besonders bei Dr. Ricki Weiss, die diesen Event mit Ihrer Firma PR Management & International Consulting betreut und die Medienvertreter und Blogger bestens umsorgt und immer sofort alle aktuellen Informationen zur Hand hat.

Es war mir eine Freude und wir sehen uns wieder, wenn auch nächstes Jahr Salzburg wieder zur Dirndlflugzone erklärt wird – wir sehen uns beim Gössl Dirndlflugtag 2019!

Thomas Pail

Brandboxx & STYLE UP YOUR LIFE! Fashion Night Spring/Summer 2019 – die heißeste Fashionparty des Jahres

Brandboxx & STYLE UP YOUR LIFE! Fashion Night Spring/Summer 2019 – die heißeste Fashionparty des Jahres

Vergangenen Montag fand, auch dieses Jahr wieder, die heißeste Fashionparty des Jahres statt.

Die Brandboxx und STYLE UP YOUR LIFE! luden wieder zahlreiche Gäste zur großen Fashion Night, die modischen Festspiele Salzburgs.

Um eines gleich vorweg zu nehmen – heiß waren nicht nur Models, Gäste und die zahlreichen coolen It-Pieces für die kommende Frühlings-/Sommerkollektion 2019, sondern auch die Temperaturen und so schwitzte man ordentlich bei jenseits der 30 Grad.  Hier kam es gerade recht, dass jeder Gast einen Fächer als Gastgeschenk bekam.

Mit jeder Fashion Night schreibe ich, dass man diese wohl kaum mehr toppen könne und doch schaffen es die Veranstalter noch immer eines draufzusetzen.

Die bereits 10. Auflage dieses Events war mehr als nur eine Runway Show – eine Symbiose aus Cocktailempfang, Konzert, Fashionshow und Ibiza Style Party Night – verpackt in einem Abend mit einem großartigen Rahmenprogramm.

Dies ließen sich natürlich auch Gäste wie Anja Kruse, Rockröhre Niddl, Sabine Petzl und Christine Reiler nicht entgehen. Was mich persönlich sehr freut, man setzt nun auch hier immer mehr auf Fashionblogger und Influencer, die die hier präsentierten Trends ihrer Community näher bringen.

Wo ich nun auch beim eigentlichen Thema des Abends wäre – die Trends für den Frühling / Sommer 2019.

Wer alle meine Blog-Einträge vergangener Fashion Nights gelesen hat weiß, dass ich auch immer wieder etwas Kritik geübt hatte in Bezug auf gewisse Labels und Designer – speziell in punkto Qualität der Stoffe und deren Präsentation. Vorab gibt es jedoch jetzt einmal ein großes Lob, da nicht nur die Temperaturen mit jeder Fashion Night steigen, sondern auch die Qualität an Labels und deren verarbeiteten Materialien.

Auch dieses Mal gab es wieder so einiges zu sehen und ich kann euch sagen – auch der Sommer 2019 wird ein heißer.

Leichte Stoffe, Glitzer & Glamour, ein transparenter Hauch von nichts, florale Prints und knallige Neonfarben für mutige Fashionistas – hier ist wohl für jeden etwas dabei.

Für die perfekten Frisuren sorgten die Schülerinnen des Ausbildungszweiges Hairstyling, Visagistik und Maskenbildnerei der Modeschule Hallein.

Dj zur Show kann jeder, dachten sich wohl die Veranstalter und machten sogleich aus dieser Fashion Show ein Konzert.

Fräulein Mai, vielen besser bekannt als Missy May sorgte mit ihrer Live-Performance – oder besser ihrem Live-Konzert – für die passende sommerliche Stimmung. Musik-Konzert zur Fashion Show – absolut Top.

Präsentiert wurde die Mode von österreichischen Laufsteg-Queens wie Germany’s Next Topmodel Kandidatin Victoria Pavlas, Patricia Kaiser oder Dragana Stankovic.

Da ich bereits im Vorfeld gefragt wurde, ob Victoria so zickig ist, wie es im TV Format GNTM so manches mal rübergekommen ist, gleich vorweg – ganz klares NEIN. Ich habe sie als sehr sympathisch, offen und umgänglich kennengelernt, die sich blenden mit den Gästen unterhalten hat und sich besonders für ihre jungen Fans ausgiebig für Gespräche und Selfies Zeit genommen hat.

Nun jedoch wieder zurück zur Show …

APART Fashion zeigte leichte Sommerliche Cocktail- und Midikleider in feinen Stoffen, hellen Weiß-, Creme- und Rosé-Tönen mit raffinierten Details wie floralen Prints, Spitze oder transparenten Einlagen.

Richtig heiß ging es gleich weiter mit exklusiver Lingerie von PALOMA CASILE. Tiefe Einblicke, Transparenz und ein Hauch von 50 Shades of Grey.

Lässige Casual Wear und coole Streetstyle Looks gab es wie gewohnt von BROADWAY NYC Fashion – lässig, bequem mit coolen Prints.

Besondere Unikate aus Seide präsentierte das Lable Mucho Gusto. Hochwertigste leichte Seide, frische Farben und coole Prints machen diese Stücke zu ganz besonderen It-Pieces.

Richtig grün wird es kommende Saison am Strand, so zeigt das Label BEACHLIFE die neuesten Trends für den perfekten Tag am Strand.

Etwas weniger spektakulär, jedoch absolut alltagstauglich präsentierte sich LERROS. Lässig coole Looks mit einem Hauch von Understatement. 

Wer auf der Suche nach dem perfekten Look für die Strandpromenade ist, ist bei Pain de Sucre richtig aufgehoben. Bikinis, Shorts, Bodies und Strandkleider. Auch hier dominieren frische Farben in Rot- und Blautönen mit coolen Prints.

Stylish und frech ging es dann gleich mit Frieda & Freddies New York weiter. Trendige Jeans oder Shorts in Kombination mit modernen Print-Shirts, kombiniert mit lässiger Jacke – so einfach geht cool.

Smart Casual Wear gab es bei der neuen Trendmarke New in Town zu sehen. Eine Kombination aus klassichen Street Style Basics, aufgefrischt mit farbigen Akzenten.

Wenn es nach Gottex geht, heißt der Bademodentrend 2019 – Badeanzug. Klassisch schwarz, cooler Print oder Glitzer & Glamour? Diese Designs machen den Badeanzug zu dem Hingucker auf dem Strand.

Moderne Kindermode aus Bio-Baumwolle gibt es von Lia Bach. Bilder sagen hier wohl mehr als tausend Worte und diese schreien förmlich „Cool kids!!!“

Funkelnde Eye-Catcher zeigte das Label LAONA. Elegante Kleider in den unterschiedlichsten Längen, passend zu jedem Anlass. Modern romantisches Design mit liebe zum Detail – so könnte man den Stil kurz und prägnant beschreiben.

FISICO sorgt kommenden Sommer für einen schlichten, edlen, glamourösen Auftritt auf dem Beach. Meine persönlichen Highlight – die formschlichten trägerlosen Bikinis, die mit ihrem edlem schimmernden Designs alle Blicke auf sich ziehen. So großartig modern kann schlichte Eleganz sein. Mein persönlicher Tipp für den Strand!

Den Abschluss der Show bildete, wie immer, Unique mit ausgewählter Abendmode. Schimmernde Pastellfarben, geschickt kombiniert mit Strass, sorgen für einen glamourösen Auftritt. Inspirierend für den nächsten Festspielauftritt und ein schöner Abschluss dieser wirklich gelungenen Fashion Show.

Was soll ich noch groß sagen? Für mich ist und bleibt dieses Event immer wieder ein besonderes Highlight. Internationaler Mode-Flair in der Mozartstadt, stylische Gäste, ein stimmiges Rahmenprogramm, das mit jeder weiteren Fashion Night immer noch mehr in die Höhe getrieben wird und Dekoration im Ibiza Style – was könnte man sich mehr erwarten?

Für den kulinarischen Genuss gab es ein köstliches Flying Buffet und coole Drinks ließen die sommerliche Hitze gleich viel erträglicher werden.

Ein traumhafter Sommerabend, eine tolle Möglichkeit zum Netzwerken. Designer, Unternehmer, Blogger und Influencer – eine gelungene Gästemischung im Modebereich.

Gratulation an die Brandboxx sowie das STYLE UP YOUR LIFE! Magazin zu dem – wieder einmal – perfekt gelungenem Event und vielen Dank für die Einladung. Wir hatten einen wunderbaren Abend mit vielen alten Bekannten und neuen Eindrücken.

So bleibt mir am Ende nicht mehr zu sagen als – ich freue mich bereits jetzt auf die nächste Fashion Night und bin gespannt, wie ihr das noch toppen wollt.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen stylisch, modischen Sommer!

Thomas Pail

Salzburg goes Pop –  die bunte Sommerausstellung der Walentowski Galerie Salzburg

Salzburg goes Pop – die bunte Sommerausstellung der Walentowski Galerie Salzburg

„Das leben ist schön mit Pop.“ Unter diesem Motto steht die heurige Sommerausstellung der Walentowski Galerie Salzburg, die vom 27.7. bis zum 1.9. zu bestaunen ist.

Neben schön ist diese Ausstellung vor allem eines – bunt.
Simple Motive, mitten aus dem Leben, versprühen eine Lebensfreude, strahlen Wärme und Optimismus aus.
Genau dieser Optimismus ist es, den wir in Zeiten von Angst, Sorgen und all den Problemen in der Welt auch dringend benötigen.

Diese Ausstellung gilt renommierten Pop Art Künstlern der jungen Generation.

Romero Britto aus Brasilien erzeugt mit seinen Porzellanskulpturen und Unikaten auf Leinwand pure Lebensfreude. „Seine Werke strahlen „Liebe, Wärme und Optimismus“ aus“, schrieb die New York Times.

Die New Yorker Künstler James Rizzi und Charles Fazzino vertreten mit ihren beliebten dreidimensionalen Stadtansichten die New York-Pop Art.

James Francis Gill, Pop Art Künstler der ersten Stunde aus Texas, zeigt in seinen Werken typische Ikonen seiner Zeit, wie Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, die Birkin Bag oder den Porsche 911 und VW Käfer. Seine Werke sind im Museum of Modern Art in New York zu finden.

Der deutsche Künstler Michel Friess hat seine Wurzeln in der Street Art Szene. In seinen Arbeiten mischt er auf humorvolle Weise altbekannte Motive der Pop Art und Comic Figuren. Seine Werke entstehen meist in einem sehr aufwändigen Handsiebdruckverfahren und werden durch Malerei, Airbrush und Papier-Collagen ergänzt.

Ebenso mit vertreten, der inernational anerkannte, Salzburger Künstler Jürgen Norbert Fux, der in seinen Werken immer wieder die Verbindung zwischen Mensch und Tier herstellt. Mittelpunkt seiner Werke sind aufwändige Portraits, gedruckt auf Glas und Kunststoffträger.

Die Künstler Michael Friess und Jürgen Norbert Fux waren an diesem Abend persönlich anwesend und nahmen sich Zeit, auf die zahlreichen Fragen der Gäste einzugehen und ihnen die Welt ihres Schaffens und – gerade an diesem Abend – die Welt des Pop Art, näher zu bringen.

Ich besuche selbst immer wieder gerne die Walentowski Galerien – aus dem einfachen Grund – sie sind anders. Modern, cool, zeitgemäß. Ein künstlerischer Ruhepol mit ausgewählten Werken anerkannter Künstler, wie auch talentierten Nachwuchskünstlern.

Kunst ist viel mehr als ein schönes Bild, das man sich an die Wand hängt, als eine Statue, die man mitten im Raum Platziert. Kunst ist eine Investition fürs Leben, eine Wertanlage und ein Gegenstand, an dem man sich täglich erfreuen kann. Wer in Kunst investiert, investiert gut und – in dieser Galerie könnte man so einiges investieren, was sich lohnen würde.

Ich hatte einen wunderbaren Abend mit Freunden, alten Bekannten und neuen Gesichtern. Es wurden die Werke bestaunt, gefachsimpelt und neue Kontakte geknüpft. So ließ man den Abend bei köstlichen Tramezzini und kühlen Drinks ausklingen.

Eine bunte Mischung an Gästen – auch Tod-Darsteller Peter Lohmeyer und der Salzburger Künstler Adam Mielu Pakurar – machten diesen Abend zu einem besonderen.

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Ein wunderbarer Auftakt für eine großartige Ausstellung.

Thomas Pail


Pictures by Thomas Pail

Die Salzburger Festspiele sind eröffnet – Kultur im Zeichen eines geeinten Europas

Die Salzburger Festspiele sind eröffnet – Kultur im Zeichen eines geeinten Europas

„Passion, Ekstase und Leidenschaft“ prägen die Salzburger Festspiele 2018.

Diese wurden vergangenen Freitag von Bundespräsident Alexander Van der Bellen eröffnet, die Festrede hielt der Schriftsteller und Historiker Philipp Blom.
Ein schonungsloser Analytiker Europas Geschichte, kritisch mit der gesellschaftlichen Gegenwart.
Passender hätte man den Festredner wohl kaum wählen können, so war diese Eröffnung vom Thema Europa geprägt.

Die Augen Europas schauen in diesem Jahr noch viel genauer auf Salzburg, so hat Österreich seit 1. Juli 2018 den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Aus diesem Grund waren in diesem Jahr  zahlreiche Gäste der internationalen Politik mit anwesend. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie rund 60 Diplomaten wohnten der diesjährigen Festspieleröffnung bei.

Eine Ehrenformation des Bundesheeres begrüßte Bundespräsident Van der Bellen, der diese zusammen mit seinem Staatsgast, Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa, abschritt.

Offizielle Festspieleröffnung in Salzburg Foto: Neumayr/Leo 27.07.2018 Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Bundespräsident Alxander van der Bellen, Staatpräsident Portugal Marcelo Rebelo de Sousa,

Offizielle Festspieleröffnung in Salzburg Foto: Neumayr/Leo 27.07.2018 Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Bundespräsident Alxander van der Bellen, Staatpräsident Portugal Marcelo Rebelo de Sousa

Festakt, 2018, Salzburger Festspiele, © Manfred Siebinger

Festakt, 2018, Salzburger Festspiele, © Manfred Siebinger

 

Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler wie bereits in Ihrer Eröffnungsrede darauf hin, dass die Salzburger Festspiele ursprünglich aus politischen Motiven gegründet wurden.
„Widersprechen wir jenen, die ihre Redegewalt für europäische Untergangsszenarien missbrauchen. Investieren wir unsere rhetorische Stärke, vor allem aber unsere Tatkraft, um die faszinierende Idee eines vereinten Europas wieder voranzutreiben. “Die Manifestation des Glaubens an Europa“ und „Festspiele als europäisches Friedensprojekt“ waren das Anliegen unserer Gründer Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal.“

Offizielle Festspieleröffnung in Salzburg Foto: Neumayr/Leo 27.07.2018 Präsidentin Helga Rabl-Stadler,

Offizielle Festspieleröffnung in Salzburg Foto: Neumayr/Leo 27.07.2018 Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Photo by www.neumayr.cc

 

Die Metamorphose hat längst begonnen – das war die zentrale Aussage in der Rede von Landeshauptmann Wilfried Haslauer.
Dieser widmete seine Rede dem Gedenkjahr.
„Diesmal gedenken wir 100 Jahre Ende des 1. Weltkrieges und Gründung der Republik Österreich, aber auch 80 Jahre Anschluss. Wir begehen solche Anlässe mit dem Glück der Spätgeborenen in routinierter Betroffenheitskultur, suchen Parallelen zu damals, warnen vor den Anfängen, schwören „Nie wieder!“, halten Wiederholung in Wahrheit aber für ausgeschlossen und gehen hernach zu einem leichten Mittagessen, da uns der zu hohe Cholesterinspiegel und die Kurzatmigkeit im Fitnessstudio mehr beschäftigen als die Katastrophen von damals.“
Ob diese Wiederholung wirklich ausgeschlossen ist, hängt wohl von uns selbst ab.
„Vielleicht steht unsere Metamorphose noch in einem Stadium der Verpupptheit, vielleicht warten wir bloß darauf, wie Schmetterlinge in freiem Flug eine Ahnung von Unendlichkeit zu bekommen.“

Offizielle Festspieleröffnung in Salzburg Foto: Neumayr/Leo 27.07.2018 Landeshauptmann Wilfried Haslauer

Offizielle Festspieleröffnung in Salzburg Foto: Neumayr/Leo 27.07.2018 Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Photo by www.neumayr.cc

 

Kulturminister Gernot Blümel führt in seiner Festspielrede aus, was die Festspielpräsidentin bereits begonnen hatte – die Verbindung zwischen Kultur und Politik.
„Zum ersten Mal stehen wir vor Herausforderungen, die wir so noch nie zu lösen hatten.“
Der Austritt von Großbritannien aus der EU, Migration, Budget und drohende Handelskriege – man könnte von einer „Krise Europas“ sprechen.
Europa ist divers, wir brauchen keine Gleichschaltung, führt er weiter aus. Wir hätten bereits alles, was wir brauchen, um unsere Herausforderung zu lösen.
Einzig und allein der emotionale Aspekt fehle uns noch dafür.
„Was ist das geeignete Medium dafür, aus faktischer Diversität emotionale Identität entstehen zu lassen?“
Die Antwort sieht Bundesminister Blümel in Kunst und Kultur. Sinn dahinter sei es, Emotionen zu wecken und damit eine gemeinsame Europäische Identität zu schaffen.
„Denn „niemand verliebt sich in einen Binnenmarkt“, hat ein großer Europäer einmal gesagt. So wichtig er auch sein mag.“, so der Minister.

Offizielle Festspieleröffnung in Salzburg Foto: Neumayr/Leo 27.07.2018 Bundesminister Gernot Blümel

Offizielle Festspieleröffnung in Salzburg Foto: Neumayr/Leo 27.07.2018 Bundesminister Gernot Blümel, Photo by www.neumayr.cc

 

Aufklärung war das Thema des diesjährigen Festspielredners Philipp Blom, als Kontrast zu dem heurigen Festspielmotto „Passion, Ekstase und Leidenschaft“.
Als Kind der Aufklärung sei er aufgewachsen, mit vielen Büchern. In der Hoffnung, es könne ihm das Leben erklären begann er Kants Kritik der reinen Vernunft zu lesen. Obwohl er das Buch enttäuscht zur Seite legte, verliebte er sich dennoch in eine Idee – das Finden des Pfades durch diese chaotische Welt rein durch die eigene Vernunft. „Philosophie ist riskantes Denken.“, erkannte schon die Schweizer Philosophin Barbara Bleisch.
„Trotz dieser oft sehr realen Gefahren erwies sich das klare Denken als unwiderstehlich und hat dadurch unsere Gegenwart geprägt: Menschenrechte, liberté-egalité-fraternité, life-liberty-and-the-pursuit-of-happiness, Demokratie, Naturwissenschaft, die Befreiung der Sklaven, das Ende der Kirchenherrschaft und die Emanzipation der Frauen wären ohne sie buchstäblich undenkbar.“, führt er weiter aus.
„Wir sind alle Kinder der Aufklärung.“  Ein Satz, der laut Blom, mittlerweile zu einer Phrase verkommen ist, die Politiker, Journalisten und Historiker als selbstverständliche Tatsache ansehen. Die universellen Menschenrechte sieht er längst als rhetorische Beschwichtigung zusammengeschnurrt, abgelöst worden vom Rückzug auf das Eigene, auf die Nation, die Grenze – die Aufklärung als Kampfbegriff der Abgrenzung. Die Menschen haben Angst, die künstliche Idylle der Nachkriegszeit sei vorbei – man könne nicht noch reicher, privilegierter und sicherer werden. Blom meint dazu Die schönste Hoffnung unserer Gesellschaften ist es deswegen geworden, Zukunft überhaupt zu vermeiden und in einer nie endenden Gegenwart zu leben.“ Die Aufklärung als Waffe zum Erhalt des Status quo der Reichen und Mächtigen.
„Wir sind Nachkommen von Pionieren, die etwas riskiert haben um uns ein bequemes Leben mit verbrieften Rechten zu ermöglichen, eine Generation von Erben, die sich heimlich für moralisch überlegen halten, weil ihre Vorfahren einmal mutig waren.“
Was wäre, wenn eine neue, dringend gebrauchte Aufklärung mit einer Rehabilitierung der Leidenschaft beginnen würde?“
Aufklärerisch wäre es, das Verhalten durch Verständnis, Phantasie und Empathie zu ändern, um eine Zukunft möglich zu machen, in der die Ökonomie als Teil der Ökologie begriffen wird und Menschen als Primaten, die dazu neigen, sich selbst hoffnungslos zu überschätzen.
„Das wäre riskant für unser Selbstbild, unseren Wohlstand und den Status quo. Das wäre aufklärerisch.“

Salzburger Festspiele 2018 Eröffnungsfestakt in der Felsenreitschule Salzburg Foto: Franz Neumayr LMZ 27.7.2018 Im Bild Eröffnungsredner Philipp Blom

Salzburger Festspiele 2018
Eröffnungsfestakt in der Felsenreitschule Salzburg
Foto: Franz Neumayr LMZ 27.7.2018
Im Bild Eröffnungsredner Philipp Blom

 

„In der Literatur lechzen wir nach dem Blitz, der uns mit seiner Zunge lecke.“, so der Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner Eröffnungsrede. Doch könne er in der Politik auf diesen Blitz und Wahnsinn verzichten. „Ja, die Leidenschaft. Nirgendwo kommt sie in so ergreifender, packender, vollendeter Form zum Ausdruck wie in der Kunst, wie auf dem Theater, in der Oper, in der Literatur.“
Die Gründerväter zeigten Leidenschaft Verantwortung und Augenmaß, als sie die Idee eines gemeinsamen, vereinten Europas praktisch umzusetzen begannen. In seiner Rede unterstreicht er wieder, dass er ein geeintes Europa für essentiell hält, ja er brenne für dieses Europa. In diesem Zusammenhang übte er auch wieder Kritik am Rechtsruck und der nationalen Bewegung.
Er sei Realist.
„Es ist also möglich, dass wir eines Tages aufwachen und uns sagen müssen: Wir hatten ein Vereintes Europa, aber leider nicht genügend Europäerinnen und Europäer.  Ja, Scheitern ist möglich. Umso mehr Energie müssen wir mobilisieren.“

Salzburger Festspiele 2018 Eröffnungsfestakt in der Felsenreitschule Salzburg Foto: Franz Neumayr LMZ 27.7.2018 Im Bild Bundespräsident Alexander van der Bellen bei seiner Eröffnungsrede

Salzburger Festspiele 2018
Eröffnungsfestakt in der Felsenreitschule Salzburg
Foto: Franz Neumayr LMZ 27.7.2018
Im Bild Bundespräsident Alexander van der Bellen bei seiner Eröffnungsrede

 

Für die musikalische Umrahmung sorgte das Mozarteumorchester Salzburg unter der musikalischen Leitung von Stardirigent Kent Nagano.
Die Ouvertüre zu Candide von Leonard Bernstein, die Ballade für Orchester op. 23 von Gottfried von Einem sowie der Tanz der sieben Schleier aus Salome op. 54 von Richard Strauss begeisterten die etwa 1.500 geladenen Gäste in der beeindruckend blau beleuchteten Felsenreitschule.
Neben der Bundes- und Landeshymne, kam bei dieser Eröffnung wohl der Europahymne eine ganz besondere Bedeutung zu.

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Die Salzburger Festspiele haben für mich persönlich einen ganz besonderen Stellenwert, so besuche ich diese seit dem Jahr 2000 jedes Jahr – im Alter von 14 Jahren habe ich mich mit, zu genau so einer Festspieleröffnung, hineingeschmuggelt – zugegeben, mit Hilfe der Festspielpräsidentin.
Kunst und Kultur haben auch für mich seit meiner Kindheit an eine ganz besondere Rolle gespielt und so möchte ich dies auch auf meinem Blog dementsprechend kommunizieren.

Kunst kann vieles – Kunst bildet, Kunst unterhält, Kunst prägt uns und unsere Gesellschaft und – Kunst macht Spaß.
Ja, wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, wir wiegen uns in Sicherheit und schätzen das alles was wir haben meist viel zu wenig.
Die Gesellschaft verändert sich und das ist uns allen bewusst. Wir leben in Zeiten der Globalisierung, die ganze Welt ist vernetzt. Umweltkatastrophen, Kriege und Hungersnöte vor den Toren Europas, der Terror bereits in unseren Gebieten gegenwärtig.
Bundesminister Blümel spricht mir aus der Seele, wenn er sagt, dass Kunst und Kultur in engem Zusammenhang mit Politik stehen und ja – man kann etwas bewegen.
Wenn wir uns mit Kunst und Kultur auseinandersetzen, so setzen wir uns mit uns selbst und unserer Geschichte auseinander.

Mein ganz persönliches Anliegen ist, gerade junge Menschen wieder genau für diese Themen zu begeistern – ein Kontrast zu dem schönen, „perfekten“ Lifestyleleben, das ich meist präsentiere hier auf meinem Blog.
Die Salzburger Festspiele bieten Jahr für Jahr ein Programm auf einem internationalen Top Niveau und jeder, der eine Karte ergattern kann, sollte sich die ein oder andere Aufführung anschauen – es lohnt sich mit Sicherheit.

Es ist immer etwas besonderes – von der Vorbereitung auf ein Stück, wo ich mich mit dem Thema des Stückes auseinandersetze, über die Aufführung selbst – wenn man eintaucht in diese ganz besondere Welt – bis hin zu einem Glas Wein danach, wo man all das erlebte nochmals Revue passieren lässt.

Nach dieser fulminanten Eröffnung freue ich mich nun auf die Salzburger Sommerfestspiele 2018.

Was nun bleibt sind 206 Aufführungen in 42 Tagen in 18 Spielstätten.

Wer nun neugierig geworden ist und eines der Resttickets ergattern möchte, der findet unter folgendem Link immer das aktuelle Kartenangebot:
https://www.salzburgerfestspiele.at/ – Aktuelles Kartenangebot.

In diesem Sinne, fröhliche Spiele

Thomas Pail

Jedermann – Leben und Sterben im Hier und Jetzt

Jedermann – Leben und Sterben im Hier und Jetzt

Viel kritisiert und dennoch umjubelt war sie – die neue Inszenierung des „Jedermann“ von Michael Sturminger vergangenes Jahr. 

Umso gespannter erwartete die Festspielgesellschaft die zweite Auflage dieser Inszenierung.

Was wird sich ändern?
Wagt man neue Einschnitte oder nähert man sich wieder der ursprünglichen Fassung?
Bleibt dieser Jedermann der kürzeste, den es je gegeben hat?
All diese Fragen beschäftigten die zahlreichen Besucher der Jedermann-Premiere 2018, die sich bei einem schönen Dinner oder einem erfrischenden Glas Champagner auf diesen ganz besonderen Abend einstimmten.

Auch ich ging genau diesen Fragen nach – direkt beim Premierenaperitiv auf der wunderschönen Festspielterrasse.
Bei frischen Fasties-Tramezzini und Festspielwein stimmte man sich richtig ein – genoss trotz eines frischen Lüftchens, den wunderschönen Blick auf die Salzburger Altstadt.

Leider kam das Ende des Regens zu spät und so entschied man sich, wie auch vergangenes Jahr, die Premiere im Großen Festspielhaus stattfinden zu lassen.

„Jedermann – Leben und Sterben im Hier und Jetzt“ – so lautet der Titel meines Beitrages, denn mit dieser Inszenierung hat Michael Sturminger die Handlung, aus einer vergangenen Zeit, irgendwann im Mittelalter, direkt in unsere Zeit verlegt – ins Hier und Jetzt.
Spekulanten, die sich verkalkulieren, ein Graben zwischen arm und reich, eine oberflächliche Gesellschaft, falsche Freunde und – der Tod. Themen, die uns jeden Tag immer wieder begegnen – sei es in unserem Umfeld oder in den Medien.

Die Handlung spielt, selbst im Festspielhaus sehr gut erkennbar, in Salzburg in und um den schönen Dom – Sinnbild des Glaubens. Davor drei Bögen, die im LED-Licht erstrahlen, umrahmt von einem weißen Vorhang. Im vorderen Bereich eine große Tafel, an die Jedermann seine illustre Gesellschaft zu ausschweifenden Parties bittet. 

Die berühmten „Jäää! Därrrrr! Maaaaaaaann!“-Rufe während des ausgelassenen Festes der Tischgesellschaft wurden vorverlegt – direkt an den Beginn des Stückes. Anmutend wie eine Ouvertüre teilen sie uns mit – wir alle sind betroffen – eben JEDERmann. Bei diesem Gedanken liegt es nahe, dass der Tod in diesem Stück auch die Rolle des Spielansagers übernimmt – mit den mahnenden Worten „Jetzt habet allesamt Achtung Leut …“.

Auch die Musik wurde stark verändert, so ziehen sich nunmehr synthetische Klänge durch das Stück – eine perfekt inszeniertes Klangerlebnis zu diesem modernen Jedermann.

Macht und Geld treibt ihn an. Ein starker Jedermann, der weiß was er will und wie er es sich holen kann. Schweift nicht umher, findet klare Worte. Er ist stolz, zeigt was er hat – ein Lebemensch. Es scheint, er sei der Mittelpunkt der Erde, die Welt dreht sich um ihn. Mitgefühl ist ihm fremd, sei es bei seinem armen Nachbarn oder dem Schuldknecht, der durch Fehlspekulationen in finanzielle Nöte geraten ist und nun um Hilfe für sich und seine Familie fleht. Einen Koffer voller Geld schleudert er ihm an die Brust, herablassend, besser wissend, rechthaberisch. Er sei selbst Schuld an dieser Misere und so wird er vor den Augen seiner Familie abgeführt.

Diesem Jedermann ist nichts heilig, blasphemisch ist sein Verhalten. So möchte er den Salzburger Dom erwerben – zu einem Ort seiner Dekadenz und ausschweifenden Parties soll er werden – seine Buhlschaft soll er beeindrucken.

Erstaunlich ist, wie schnell aus Hochmut Todesangst wird, er diese Kehrtwende macht – zu einem frommen, gläubigen Mann – voller Reue, der verzweifelt versucht jemanden zu finden, der mit ihm diese letzte Reise antritt.

Tobias Moretti scheint die Idealbesetzung dieser Rolle zu sein, so brillierte er mit starkem Ausdruck und klaren Worten – ein Jedermann, der weiß was er will. Klar und verständlich seine Gedanken.

Verändert auch die Rolle der Frau. Vom schmückenden Beiwerk hin, zu einem selbstbewusstem, starken Auftreten.
Stefanie Reinsperger gibt der Rolle der Buhlschaft eine ganz neue Bedeutung. Weg von der klassischen Schönheit, dem koketten Wesen, dem sich zur Schau stellen. Man könnte es zu Beginn noch eine Art Liebesbeziehung nennen – Lebensabschnittspartner. Doch ahnt sie bald das nahende Ende. Eine selbstbewusste, starke Frau ist sie, die weiß, was sie will, oder besser, was sie nicht mehr will. Immer mehr distanziert sie sich von ihrem Jedermann, sorgt sich, ergreift letztendlich dann doch unspektakulär die Flucht und überlässt ihn seinem Schicksal.

Ganz anders agiert hier seine Mutter – anmutig tritt sie auf, klar und sachlich. Sie ist in Sorge um ihren Sohn und doch kann sie ihn nicht erreichen. Ein unchristliches, unmoralisches Leben führt er. Gerade in dieser Inszenierung wird klar, die Mutter übernimmt eine mahnende Rolle.
Edith Clever verkörpert diese Rolle mit nüchterner Sachlichkeit, Anmut und einem großen Selbstbewusstsein. Eine großartige Leistung.

Auch heuer wieder eine imposante Erscheinung – Peter Lohmeyer als Tod. Schauderlich schön, beängstigend gut mimt er diesen. Stark tätowiert, in einem Kleid und Pumps tritt er auf – so mächtig, dass sogleich die Tafel zusammenbricht, das Geschirr und die Stühle fliegen. Hier wird klar, es gibt kein Entrinnen. Einzig und alleine einen kleinen Aufschub gewährt er ihm, bevor er ihn mit sanftem Todeskuss hinfort ruft aus dieser Welt.

Die Vettern, Freunde und Geschäftspartner sind schon lange fort. Von guten und schlechten Zeiten teilen diese nur die guten. Als ihnen klar wird, dass es den Jedermann, den sie so schätzen und lieben – nein, vielmehr dessen Gunst und Lifestyle – nicht mehr lange gibt, ziehen auch sie weiter – verängstigt, verstört. Mit zweifelhaften Ausreden verabschiedet sich einer nach dem anderen – wünscht ihm Glück und alles Gute – und ist ganz plötzlich weg.
Selbst der gute Gesell scheint sein Versprechen ewiger Treue so mehr und mehr zu vergessen. Diesen Weg tritt er nicht mit an. So lässt auch der letzte treue Freund Jedermann allein zurück.

Mehr ohnmächtig als Mächtig wirkt Christoph Franken als Mammon. Hinunter schleifen lässt er sich von Jedermann, der die Hoffnung hegt, diesen mitnehmen zu können auf seine letzte Reise. Doch selbst als er sich aufbäumt, der Mammon, der so viel Macht und Einfluss auf Jedermann hat, gelingt es ihm nicht wirklich bedrohlich zu wirken. Mehr kleine Münzsammlung als großer Schatz, dennoch ein wunderbares Bild davon, dass es schwer fällt, abzusagen von diesem weltlichen Besitz.

Mavie Hörbiger mimt brilliant die Werke. Blass erscheint sie, von Krankheit gezeichnet – zu schwach ist sie bereits, sich aufrecht auf den Beinen zu halten. Ein Sinnbild für den Lebenswandel, den Jedermann zu führen pflegte. Nicht viel zu sehen von guten Werken. Und doch steht sie ihm treu zur Seite, bekehrt ihn, steht ihm bei auf seinem Weg doch noch ein guter Christ zu werden. Mit Jedermanns Wandel gewinnt auch sie wieder an Kraft und Stärke.

Johannes Silberschneider ist in seiner Rolle als Glaube eine Art Beschützer, ein Wegweiser, der Jedermann eben genau auf diesen richtigen Weg zurückführt. Ruhig, gelassen steht er ihm bei, hält ihm, zusammen mit den Werken, den Teufel vom Leib – „Hier ist kein Weg für dich!“.

Doch dieser gibt nicht so schnell auf. Wie ein Drogensüchtiger auf Entzug wirkt Hanno Koffler als Teufel, nicht ganz bei Sinnen scheint er zu sein. Einzig und allein verständlich ist, dass diese wundersame Blitzbekehrung nicht verständlich sei. Er habe das Recht sich Jedermann zu holen. Am Glauben und den Werken ist jedoch kein Vorbeikommen.

Und so endet alles wie es enden muss. Aus einem gottlosen blasphemischen Jedermann ist gottesfürchtiger, reuiger Mensch geworden – rein gewaschen von Schuld und Sühne. Den Glauben wieder gefunden, tritt er nun die letzte Reise an, begleitet von den guten Werken.

Am Ende gab es tosenden Applaus und Standing Ovation.

Mein Fazit:

Ein wenig Skepsis regte sich schon in mir vor der Vorführung. Ist es mir zu modern? Zu sehr gekürzt? Verliert das Stück von seinem mystischen Charme? All diese Fragen habe ich mir gestellt.

Für mich hat sich jedoch sogleich herausgestellt, dass all diese Sorgen umsonst waren. Michael Sturminger hat mit dieser Inszenierung etwas geschafft, was mich als Zuseher beeindruckt hat. Er hat den Jedermann in unsere Zeit geholt, ihn hier und da modernisiert, leichter verständlich gemacht und dennoch nicht verfremdet. Es ist eine schmale Grenze zwischen klassisch alt bewährter Art und völliger Veränderung. Jedermann kann man weiterentwickeln, in unsere Zeit herholen, man kann vieles klarer und verständlicher erscheinen lassen, neue Charakterzüge betonen – doch – verändern darf man ihn nicht. Genau das ist meines Erachtens Michael Sturminger bravourös gelungen. Für mich war dieser Abend ganz großes Kino – pardon – ganz großes Theater.

Jedermann – ein Stück, was ein zentrales Thema unseres Lebens behandelt, an dem wohl keiner vorbei kommt – der Tod. Niemand weiß, wann und wie es einen trifft. Es geht darum, sein Leben zu reflektieren. Wie habe ich gelebt? Was habe ich bewirkt? Wie viel Zeit habe ich für wesentliches Verwendet, wie viel rein für die Befriedigung der Triebe?

Dieses Stück wird ewig leben, so wird es eines niemals verlieren – seine Aktualität.

Ich selbst würde jedem nahelegen, sich dieses Stück anzuschauen. Es lohnt sich in jeder Hinsicht und – vielleicht besinnt man sich dann wieder mehr auf das Wesentliche, ist zufriedener mit seinem Leben, lebt bewusster und intensiver – denn – niemand weiß wann er hinter uns steht – der Tod.

Thomas Pail