Alles neu in 2017! Sicherlich fragen sich jetzt einige von euch, was mit meinem Trendrocker-Blog passiert ist und warum dieser von heute auf morgen von der Bildfläche verschwunden ist.

Ja, ein Fashion- und Lifestyleblog ist schon cool und dennoch hätte ich mit dieser Art von Blog nun einen Weg gehen müssen, gegen den ich mich ganz bewusst entschieden habe.

Wenn ich dieses unseres Gemeinschaftsprojekt erfolgreich weiterführen hätte wollen, wäre ich nicht drumrumgekommen etwas sehr wertvolles dafür zu verkaufen – nämlich mich.

Warum? Genau das ist mein Thema für meinen ersten Beitrag hier auf dieser Seite.

Waren vor einigen Jahren noch verhältnismäßig wenige Blogger im „World Wide Web“ unterwegs, so betitelt sich mittlerweile jeder als Blogger – oder noch viel schlimmer – als Influencer.

Was macht einen guten Blogger aus?
Gute Blogger sind Personen des öffentlichen Interesses, die auf ihren ganz individuell, typgerecht gestalteten Blog-Pages und den dazugehörigen verwendeten sozialen Medien kritische und informative Beiträge zu ausgewählten Themenbereichen aus ihrem Leben schreiben. Es geht darum nützliche Tipps zu geben, die Leser mit auf eine Riese oder ein Event zu nehmen, spannende Produkte zu präsentieren – diese jedoch auch kritisch zu hinterfragen. Von Bloggern erwarte ich mir, dass sie zum Einen ein Produkt, eine Dienstleistung, ein Event oder ein sonstiges Thema kritisch betrachten und neutral formulieren, warum genau das für wen, wo und wie geeignet ist und für wen nicht, zum Anderen wünsche ich mir ebenso eine ganz ehrliche und kritische Meinung vom Blogger selbst zu dieser Sache.

Bloggen ist gerade IN. Ob in diversen Magazinen oder in zahlreichen Sendeformaten, wie auf RTL2 You, dreht sich alles um Blogger. Fashionshows sind geradezu überlaufen mit Bloggern. Sie schreiben über unterschiedliche Themen, nützen verschiedenste soziale Medien und posten schon fast rund um die Uhr vielerlei aus ihrem Leben. So unterschiedlich sie nun auch sein mögen – eines vereint sie alle – sie möchten auch mit in den Blogger-Olymp, erfolgreich sein, viel Geld verdienen und immer die neueste Designermode geschenkt bekommen.

Hat man dies erstmal geschafft, so lässt sich mit dem Bloggen auch sehr gutes Geld verdienen, bedenkt man, dass erfolgreiche Blogger schon mal mehrere tausend Euro für ein einziges gepostetes Instagram-Bild bekommen.

Genau diese Möglichkeit mit bloggen so erfolgreich und reich zu werden ist aber genau der Grund, warum Blogger nicht mehr das sind, was sie früher einmal waren.

Es geht nur mehr darum möglichst viel Geld pro Foto oder Beitrag zu kassieren, immer die besten Einladungen zu den exklusivsten Events zu bekommen, sich medial in Szene zu setzen und innerhalb kürzester Zeit viele tausende neue Follower zu bekommen – es ist der Tägliche Kampf, sich gegen all die anderen selbst ernannten Influencer durchzusetzen. Dabei bewirbt man hier und da schon einmal auch ein Produkt minderer Qualität, das man selbst wohl nie benützen würde – die Bezahlung hat halt einfach gepasst. Da ist es auch kein Problem mal hier und da an den Instagram-Follower-Zahlen zu manipulieren. Mit 1.000 Followern lässt sich ja auch kein Geld verdienen. Ein paar Euro investiert und schon – siehe da – macht man über Nacht aus diesen 1.000 dann gleich 25.000. Interessant nur, dass die „Likes“ bei den Fotos dennoch nicht mehr werden. Alles Business, alles Fake ist wohl das neue Motto.

Was tut man nicht so alles um in den Olymp der ach so einflussreichen, mächtigen „Influencern“ zu gehören, deren Gesichter uns mittlerweile Täglich aus sämtlichen Magazinen entgegen lachen?

Influencer – ein Sammelbegriff für Blogger und Vlogger und wie sich all diese Personen noch so bezeichnen.
Influencer – für mich das meist gehasste Wort des Jahres.

Aber was ist nun ein so genannter Influencer und was macht ihn so einflussreich?
Influencer zeigen uns auf ihren Blogs und in ihren Videos ihren ganz persönlichen Style, sie setzen Trends mit ihren modischen Kombinationen und präsentieren uns genau die Labels, die gerade erst zum neuesten Schrei werden – modische Vorbilder – Stilikonen sozusagen, die uns helfen den  richtigen Look für uns zu finden. Das glaubt ihr? Ehrlich? Dann hier eine alternative Idee dazu, was einen Influencer ausmacht. Ein erfolgreicher Influencer verkauft uns genau das als neuesten Trend, wofür er von dem dementsprechenden Unternehmen bzw. dem Label bezahlt wurde. Nichts mehr von individuellem Style des Bloggers, nichts mehr von persönlicher Meinung, nichts mehr von einem kritischen Blick. Es gefällt das, was einem zu weiteren Erfolgen führt und finanziell ertragreich ist. Darum baut man eine nette Geschichte und schon ist der Beitrag fertig. Die perfekte Werbemarionette – eine Marketingmaschine.

Jetzt frage ich euch einmal ganz ehrlich – benötigt ihr einen so genannten Influencer um euren Look zu finden? Macht es überhaupt Spaß den Style anderer zu kopieren?
Es ist ganz einfach einen Style zu kopieren – die wahre Kunst ist es, selbst einen eigenen, ganz neuen Style zu kreieren, der genau das widerspiegelt, was ihr seit.
Genau darum geht es – euren eigenen Stil zu finden, sich selbst die Frage zu stellen wer man ist und dies modisch auszudrücken, Persönlichkeit zu zeigen. So macht Mode Spaß. Trends setzen, nicht kopieren.
Und wenn man genau das nun so bedenkt drängt sich sogleich folgende Frage auf – wofür benötigen wir nun noch genau Influencer?

Ich persönlich bin überzeugt, dass der Trend Blogger/Vlogger/Influencer in nicht all zu langer Zeit sich zu Ende neigen wird. Mündige Verbraucher lassen sich nicht in die Irre führen und auch Unternehmen/Labels werden sich bald die Frage stellen, ob es sich noch lohnt in diese Art der Werbung zu investieren.

Stellt euch doch einfach einmal folgende Fragen:
Hat diese Art des Marketings, indem man Blogger zu Werbefiguren macht, noch Zukunft?
Wie weit lassen sich mündige Verbraucher noch in die Irre führen?
Wären unbeeinflusste, ehrlich kritische Beiträge von Bloggern nicht zielführender auf lange Sicht?

Und hier komme ich nun wieder genau darauf zurück, was sich bei uns hier 2017 verändert hat. Ich wollte mich nicht weiter verkaufen. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht zu schreiben. Aus diesem Grund gönne ich mir nun den größten Luxus, den man sich als Blogger nur gönnen kann – Unabhängigkeit und Freiheit.

Wir schreiben, worüber wir schreiben möchten, wir lassen uns keine vorgefertigten PR-Texte aufdrängen, wir suchen uns unsere Partner selbst aus.

Ich habe einen Grundsatz für diese Seite – hier gibt es ausschließlich die schonungslose Wahrheit. Natürlich werden wir euch immer wieder diverse Looks vorstellen, neue Produkte, angesagte Hot Spots oder aktuelle Lifestylethemen. Hier wird es zum Einen immer einen neutralen Testbericht geben mit all den Vor- aber auch Nachteilen und zum Anderen ebenso meine ganz persönliche Meinung. Das selbe gilt für Kooperationen. Ich kooperiere nicht mit Unternehmen/Labels die mich bezahlen sondern ausschließlich mit Unternehmen/Labels hinter denen ich selbst zu 100% stehe.

Warum das Ganze?
Ehrliche Werbung ist noch immer die beste Werbung. Ich selbst sehe mich nicht als Influencer. Ich schreibe, weil ich gerne schreibe, über Themen, die mich beschäftigen. Es geht nicht darum jemandem vorzugeben was gerade Trend ist – für mich geht es darum, meinen Lesern möglichst objektive Informationen zu bieten, sie zu motivieren und anzuregen, ihren ganz persönlichen Stil zu finden.

Ihr fragt euch nun, ob das der Wahrheit entspricht – ich die Beiträge alle kostenlos anbiete und ich wirklich „neutral“ bin? Selbstverständlich arbeite auch ich mit Partnern zusammen, selbstverständlich gibt es hier und da einmal Vergünstigungen, Einladungen zu Events oder auch modische Geschenke. All dies ändert jedoch nichts daran, dass ich eben meine Partner selbst aussuche und auch bei zur Verfügung gestellten Artikeln immer einen ehrlichen, objektiven Bericht schreibe, selbst wenn dabei nicht jedes Produkt 100% gut weg kommt. Es geht auch nicht um gut und schlecht – vielmehr gilt es positive und negative Aspekte aufzuzeigen und den Lesern zu vermitteln für welche Zielgruppe das entsprechende Produkt geeignet ist und für welche nicht.

Back to the roots – wir sind ein kleiner aber feiner Blog mit einem kritischen, gebildeten, jungen, erfolgreichen Zielpublikum. Ich möchte wieder einen authentischen Blog. Deshalb auch die neue Seite, deshalb auch nur www.thomaspail.com. 100% ich. Vielleicht haben wir keine 2 Millionen Views pro Monat, vielleicht haben wir keine 300.000 Follower auf Instagram – aber – unsere Follower sind echt. Nichts manipuliert, nichts gefaked. Authentizität – genau darum geht es. Klein aber fein.

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Es freut mich auch ganz besonders, dass auch Schauspielerin Laura Bilgeri, die mittlerweile zu meinen engsten Freunden zählt, wieder mit an Bord ist und uns hier immer wieder über ihr spannendes Leben in Los Angeles berichtet und für exklusive Backstage-Einblicke sorgt.

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In diesem freue ich mich sehr auf spannende Beiträge, konstruktive Rückmeldungen eurerseits und viele neue kreative Projekte.

Euer Thomas